Transportablauf · Importeur / Exporteur / Spediteur
40 Tage auf See: wann kommt die Ware im Lager an?
Planen Sie von Warenbereitschaft bis Entladung und Leerrückgabe mit ausdrücklichen Annahmen.

Sie können Seetransitzeit und gesamte Lieferdauer unterscheiden und Unsicherheiten benennen.
40 Tage Seetransit bedeuten keine Lieferung 40 Tage nach Produktionsende. Dazwischen liegen Abholung, Beladung, Terminal, Formalitäten, Verfügbarkeit und Landzustellung. Die Einkaufsplanung benötigt die ganze Folge.
Fragen Sie zunächst nach Anfangs- und Endereignis der Transitzeit. Erste Schiffsabfahrt bis Ankunft im Endhafen? Einschließlich Umladung? Fahrplanwert, aktuelle Schätzung oder bestimmte vertragliche Zusage? Dieselbe Zahl kann Verschiedenes bedeuten.
ETD und ETA beschreiben Erwartungen
ETD bedeutet Estimated Time of Departure, voraussichtliche Abfahrt; ETA Estimated Time of Arrival, voraussichtliche Ankunft. Es sind keine abgeschlossenen Ereignisse und keine automatischen Lagertermine.
Notieren Sie Quelle und Aktualisierungszeit. Abweichende ETA können andere Schiffe, Umladeabschnitte oder Orte betreffen. Vergleichen Sie gleiche Ereignisse, bevor Sie eine Angabe wählen. Bestätigte Abfahrt beseitigt eine Unsicherheit, garantiert aber nicht den weiteren Ablauf.
Auch vor Abfahrt vergeht Zeit
Klären Sie, wann die komplette Partie fertig verpackt bereitsteht. „Produktion beendet“ kann offene Qualitätsprüfung, Verpackung oder Dokumente bedeuten. Für den Transport zählt tatsächliche Übergabebereitschaft.
Ordnen Sie Abholung, Beladung, Wiegen, Dokumente und Terminalanlieferung dem gewählten Schiff zu. Ein verpasster Anschluss kann Wartezeit auf den nächsten Dienst erzeugen, ohne die reine Seetransitzeit zu verlängern. Lassen Sie diese Zeit nicht aus der Planung verschwinden.
Ankunft ist keine Abholbereitschaft
Nach Schiffsankunft muss die entsprechende Hafenoperation stattfinden und der Container abholbar werden. Prüfen Sie dokumentarische Reedereifreigabe, Zollformalitäten und Terminalbedingungen getrennt.
Landzustellung erfordert verfügbaren Lkw oder Bahnanschluss und Entlademöglichkeit. Bei festen Lagerfenstern ist deren Änderbarkeit zu klären. Eine früh fest bestellte Fahrt kann Wartekosten auslösen, wenn Abholvoraussetzungen fehlen.
Beispiel mit klaren Annahmen
Das fiktive Beispiel betrifft eine FCL-Sendung, also Vollcontainerladung. D0 ist tatsächliche Bereitschaft fertig verpackter Ware. Alle Abstände sind Kalendertage. Die angenommenen 40 Tage zwischen Abfahrt und Ankunft enthalten die geplante Umladung. Kein Datum ist eine Reedereizusage.
| Tag | Ereignis | Zu bestätigende Annahme |
|---|---|---|
| D0 | Ware bereit | Gesamte Partie und Daten vorhanden |
| D3 | Container beladen | Equipment und Lager bereit |
| D5 | Terminaleingang | Zutreffende Cut-offs eingehalten |
| D7 | Schiffsabfahrt | Transport läuft wie geplant |
| D47 | Ankunft Endhafen | 40 Seetage einschließlich Umladung |
| D48 | Container gelöscht | Hafenoperation wie angenommen |
| D50 | Abholung möglich | Terminal, Reederei und Formalitäten bereit |
| D52 | Lagerentladung | Zeitfenster und Landtransport verfügbar |
| D53 | Leerrückgabe | Vorgeschriebenes Depot nimmt an |
Von D0 bis D52 vergehen 52 Tage: 7 vor Abfahrt, 40 im Seetransport und 5 von Ankunft bis Zustellung. Leerrückgabe folgt einen Tag später. Addieren Sie Umladezeit nicht nochmals zu bereits einschließlich Umladung kalkulierten 40 Tagen.
In der Praxis können Dokumentenarbeiten parallel zum Seetransport laufen. Addieren Sie Aufgaben nicht so, als müsste jede auf die vorherige warten. Tatsächliche Abholhindernisse müssen dennoch im Plan bleiben.
Lieferfenster mit Bedingungen kommunizieren
Nennen Sie ein geplantes Zeitfenster und Voraussetzungen seiner Bestätigung. Erfinden Sie keinen allgemeinen „Drei-Tage-Puffer“. Berücksichtigen Sie Strecke, Angaben der Dienstleister und Lagerverfügbarkeit und nennen Sie den nächsten Aktualisierungspunkt.
Die Seetransitzeit umfasst Abfahrt bis Hafenankunft, nicht die gesamte Lieferung. Der Lagertermin hängt außerdem von Warenbereitschaft, Dokumenten, Containerverfügbarkeit und Landtransport ab. Wir aktualisieren den Plan nach Bestätigung des nächsten wichtigen Ereignisses und der Abholmöglichkeit.
Cargexo bietet in diesem Modul kein Containertracking. Aktuelle Ereignisse liefert die Reederei oder der zuständige Betreiber. Cargexo unterstützt Geometrie- und Gebührenberechnungen mit Ihren Daten und bestätigt keine Ankunftstermine.
Quellen und Geltungsbereich
- Maersk — Terms for CarriageQuelle geprüft: 2026-09-13
Beförderungsvertrag dieser Reederei unter anwendbarem Recht. Tarif, Verfahren, Haftung und Ansprüche ergeben sich nicht allein aus dem Frachtpreis.
Redaktionelle Angaben
Autor: WR
Veröffentlicht · Veröffentlicht: 13.9.2026 · Inhalt geändert: 13.9.2026