2.0

Erste Sendung · Importeur / Exporteur / Spediteur

CBM für Kartons und Paletten richtig berechnen

Berechnen Sie Einzelstücke, ganze Partien und Mischladungen ohne doppelte Volumenerfassung.

Vermessung einer verpackten Palettenladung im Lager.
Vermessung einer verpackten Palettenladung im Lager. KI-generierte Illustration. Beispielszene.
Nach dem Lesen

Sie können Maße erheben und das Sendungsvolumen in Kubikmetern berechnen.

CBM bezeichnet das Volumen in Kubikmetern. Multiplizieren Sie bei quaderförmigen Packstücken Außenlänge, Breite und Höhe in Metern. Diesen Wert multiplizieren Sie mit der Anzahl identischer Einheiten. Für ein Angebot werden außerdem Gewicht und Handhabungsbeschränkungen benötigt: Richtiges CBM allein ergibt noch keine vollständige Transportanfrage.

Dieser Artikel hilft bei der Datenerhebung beim Lieferanten. Im nächsten Schritt können Sie im bestehenden Cargexo-Planer die Anordnung der fertigen Ladeeinheiten prüfen. Eine ungefähre Volumenangabe in einer E-Mail ersetzt keine Abmessungen.

Messen Sie die tatsächliche Transporteinheit

Bei losen Kartons brauchen Sie deren Außenmaße. Stehen die Kartons bereits gesichert auf Paletten, messen Sie die fertigen beladenen Paletten. Die Höhe enthält den Ladungsträger; Länge und Breite enthalten Überstände von Folie, Verpackung oder Ware.

Addieren Sie das Kartonvolumen nicht nochmals zum Volumen der beladenen Paletten. Sonst erfassen Sie denselben Raum doppelt. Die Kartonanzahl bleibt als Inhaltsangabe erhalten; für das Sendungsvolumen verwenden Sie eine einheitliche Verpackungsebene.

Bei unregelmäßigen Formen erfassen Sie die maximalen Außenmaße und fügen eine Zeichnung oder ein Foto bei. Ihr Produkt beschreibt den umschließenden Raum, nicht das Materialvolumen. Lassen Sie bestätigen, wie der Dienstleister diese Angaben übernimmt und abrechnet.

Einheiten zuerst umrechnen

Teilen Sie jedes Zentimetermaß durch 100, um Meter zu erhalten; Millimeter teilen Sie durch 1000. Alternativ teilen Sie das Produkt dreier Zentimetermaße durch 1.000.000. Bei Millimetern lautet der Divisor 1.000.000.000.

Fiktives Beispiel: Ein Karton mit 60 × 40 × 50 cm entspricht 0,60 × 0,40 × 0,50 m und damit 0,12 m³. 25 gleiche Kartons ergeben 3,00 m³. Aus 60 cm versehentlich 60 m zu machen erzeugt einen massiven Fehler. Die Einheit gehört deshalb in jeden Spaltenkopf.

Mischen Sie Zentimeter und Millimeter nicht ohne Umrechnung. Nennt der Lieferant 1200, 800 und 140, klären Sie die Einheiten, statt eine Standardpalette zu unterstellen.

Mischladung nach Gruppen berechnen

Das Beispiel ist fiktiv. Die Palettenmaße enthalten Palette und fertige Verpackung. Die Kartons der Gruppe A reisen separat und stehen nicht auf den Paletten der Gruppe B.

GruppeAnzahlAußenmaße in cmVolumen je EinheitGruppenvolumen
A: lose Kartons2560 × 40 × 500,12 m³3,00 m³
B: beladene Paletten4120 × 80 × 1501,44 m³5,76 m³
Gesamt29 EinheitenZwei unterschiedliche Gruppen8,76 m³

Berechnen Sie zuerst die Gruppen, anschließend 3,00 + 5,76 = 8,76 m³. Mitteln Sie nicht die Abmessungen verschiedener Packstücke. Durchschnittslänge mal Durchschnittsbreite mal Durchschnittshöhe kann von der Summe der tatsächlichen Volumina abweichen.

Rechnen Sie zunächst genau und klären Sie die Rundung für das Angebot. Das Aufrunden jedes kleinen Packstücks vor der Multiplikation kann die ganze Partie deutlich verändern. Ein besonders genauer Rechenwert korrigiert umgekehrt keine Messung vor der endgültigen Verpackung.

Volumen ist kein Nachweis der räumlichen Eignung

Zwei Sendungen mit gleichem CBM können unterschiedliche Bodenflächen benötigen. Mehrere kleine Kartons ersetzen eine lange Kiste nicht, nur weil die Volumensumme passt. Türöffnung, Drehbarkeit, Stapeln und Gerätezugang begrenzen die Anordnung zusätzlich.

Über einer nicht stapelbaren Palette bleibt Raum, der nicht frei nutzbar ist. Erfinden Sie dafür keine größere physische Höhe. Melden Sie die tatsächlichen Maße und das Stapelverbot getrennt; der Anbieter bestätigt die Abrechnungsgrundlage.

Bei LCL, also Seefrachtsammelladung in einem mit anderen Sendungen geteilten Container, können Gewichts-Volumen-Vergleich und Tarifminimum relevant sein. Unterstellen Sie keinen universellen Umrechnungs- oder Rundungsfaktor. Fragen Sie nach der Berechnungseinheit des konkreten Angebots.

Anfrage an den Lieferanten

Bitte senden Sie eine Tabelle der fertigen Transporteinheiten mit Anzahl, Länge, Breite, Höhe, Maßeinheit und Bruttogewicht. Verpackung, Paletten und Überstände sind einzubeziehen. Bitte Nichtstapelbarkeit, Drehbeschränkungen und lose Kartons getrennt angeben. Bereits palettierte Kartons dürfen nicht nochmals zum Volumen der beladenen Paletten addiert werden.

Prüfen Sie je Gruppe eine Einheit, die Gruppensummen und die Gesamtsumme. Bewahren Sie Originalmaße neben den berechneten CBM auf. Bei einer Verpackungsänderung können Sie neu rechnen, ohne die Annahmen rekonstruieren zu müssen.

Passende Ratgeber: Ladeplanung ·

Quellen und Geltungsbereich

  • Hapag-Lloyd — 20′ StandardQuelle geprüft: 2026-09-13

    Flottenbeispiel dieser Reederei; Hersteller unterscheiden sich. Katalogmaße von Innenraum und Türen stützen den Vergleich; konkrete zugeteilte Einheit bestätigen lassen.

  • IMO/ILO/UNECE — CTU CodeQuelle geprüft: 2026-09-13

    Praxisregelwerk 2014 für das Packen von Güterbeförderungseinheiten. Kontrolle, Verpackung und Sicherung sind von räumlicher Passung zu unterscheiden; keine Freigabe einer konkreten Sendung.

Redaktionelle Angaben

Autor: WR

Veröffentlicht · Veröffentlicht: 13.9.2026 · Inhalt geändert: 13.9.2026