Erste Sendung · Spediteur
Welche Angaben braucht ein Spediteur für ein Seefrachtangebot?
Ein Angebot beantwortet die Angaben Ihrer Anfrage.

Sie erstellen eine vergleichbare Anfrage mit Adressen, Verpackungsmaßen, Leistung und Terminen.
Ein Angebot beantwortet die Angaben Ihrer Anfrage. Bei „Palettentransport aus China gesucht“ muss der Spediteur Annahmen treffen oder nachfragen. Am schnellsten erhalten Sie vergleichbare Angebote mit einer Anfrage, die eine bestimmte Partie, den Leistungsumfang und den Termin beschreibt. Fachsprache ist weniger wichtig als die Trennung bestätigter Daten von Schätzungen.
Definieren Sie Anfang und Ende der Leistung
Nennen Sie Länder und vollständige Abhol- und Lieferadressen mit Postleitzahl. Hafennamen allein reichen nur bei einer bewusst gewählten Hafen-zu-Hafen-Anfrage. Ist der geeignete Hafen unklar, nennen Sie die Adressen und bitten um einen Routenvorschlag. Der geografisch nächste Hafen ist nicht automatisch die beste Wahl.
Ergänzen Sie Incoterms®-Regel, benannten Ort und Ausgabe. Der Spediteur muss wissen, welche Aufgaben der Lieferant übernimmt und welche Sie beauftragen möchten. Werksabholung und Transport ab Ursprungsterminal sind trotz gleichen Zielhafens unterschiedliche Leistungen.
Geben Sie Zollabfertigung, Versicherung, Avisierung, feste Zeitfenster oder notwendiges Entladeequipment ausdrücklich an. Dass eine Leistung benötigt wird, bedeutet nicht, dass sie im Angebot enthalten ist.
Beschreiben Sie die Transporteinheit statt nur das Produkt
Geben Sie für jede Verpackungsgruppe Anzahl, Außenmaße und Bruttomasse pro Einheit mit Maßeinheiten an. Kennzeichnen Sie eine Gesamtmasse eindeutig: „500 kg“ könnte eine Palette oder die ganze Sendung meinen. Unterschiedliche Abmessungen gehören in getrennte Zeilen.
Maße müssen Palette, Verpackung, Griffe und Überstände einschließen. Nennen Sie Stapelbarkeit und gegebenenfalls die fachlich festgelegte Auflast oder Lagenzahl. „Empfindlich“ ist keine vollständige Einschränkung. Schreiben Sie, was nicht oben aufgestellt werden darf und ob die Einheit gedreht werden kann.
Verschweigen Sie weder Batterien, Flüssigkeiten und Chemikalien noch Temperaturanforderungen oder ungewöhnliche Massen. Diese Angaben können Annahme, Equipment und Route verändern. Ist die Gefahrguteinstufung unklar, kennzeichnen Sie den Prüfbedarf und beschaffen Lieferantenunterlagen. Fehlende Informationen bestätigen keine gewöhnliche Fracht.
Trennen Sie Bereitschaft und gewünschten Liefertermin
Abholbereitschaft bedeutet, dass die komplette verpackte Partie herausgegeben werden kann. Der gewünschte Liefertermin beschreibt den Bedarf des Empfängers. Mit beiden Angaben lässt sich die Planung prüfen. Geben Sie einen Spielraum an, wenn ein Zeitraum statt eines festen Tages möglich ist.
Erklären Sie, ob Sie eine konkrete Sendung, eine Budgetplanung oder regelmäßige Verkehre anfragen. Eine Schätzung mit vorläufigen Maßen darf später nicht als Festpreis für geänderte Ware behandelt werden. Bitten Sie um die Annahmen und Gültigkeitsbedingungen des Angebots.
Unvollständige Anfrage und brauchbare Vorlage
Unvollständig: „Was kosten 10 Paletten nach Polen? Ware nächsten Monat.“ Es fehlen Abhol- und Lieferadresse, Maße, Masse, Stapelbarkeit, Produktbeschreibung, Lieferbedingungen und Leistungsumfang. Die Palettenzahl allein beschreibt weder Platzbedarf noch Beförderungsgrenzen.
Die folgende Vorlage verwendet erfundene Frachtdaten zur Darstellung des Aufbaus. Sie ist weder eine echte Kundenanfrage noch ein Angebot. Adressen und Termine müssen vor dem Versand ergänzt werden.
Bitte bieten Sie Seefracht für eine Partie an: Abholung: [vollständige Adresse, Land, Postleitzahl]. Lieferung: [vollständige Lageradresse]. Regel: [Incoterms, benannter Ort, Ausgabe]. Leistungsumfang: [von–bis, Zollleistungen, Zusatzanforderungen]. Ware: [genaue Beschreibung, Material, Verwendung]. Besondere Anforderungen: [bestätigte Daten oder offener Prüfbedarf]. Beispielpartie: 10 Paletten, jeweils 120 × 80 × 140 cm einschließlich Verpackung; 320 kg brutto je Palette; insgesamt 3200 kg brutto. Nicht stapelbar. Nicht kippen. Bereitstellung: [Datum]. Benötigte Lieferung: [Termin oder Zeitraum]. Lagerbedingungen: [Rampe, Zeiten, Avisierung]. Bitte nennen Sie Route, Terminannahmen, alle Kosten mit Währungen und Einheiten, Gültigkeit, Ausschlüsse, Änderungsbedingungen und Freitage. Bitte unterscheiden Sie bestätigte Bedingungen von noch offenen Punkten.
Das Beispielvolumen beträgt 10 × 1,20 × 0,80 × 1,40 = 13,44 m³, die Masse 10 × 320 = 3200 kg. Es sind unabhängige Größen. Nichtstapelbarkeit ist eine zusätzliche Platzbeschränkung; das Volumen allein bestimmt weder LCL-Preis noch Containerauswahl.
Prüfen Sie die Antwort gegen Ihre Anfrage
Markieren Sie fehlende Streckenabschnitte, angenommene Maße und Entladebedingungen. Lassen Sie Positionen „nach tatsächlichem Aufwand“ erläutern, statt sie mit null anzusetzen. Versenden Sie für mehrere Vergleichsangebote denselben Datensatz.
Bestätigen Sie die Partieparameter vor dem Booking erneut. Bei Änderungen übermitteln Sie eine neue Fassung mit deutlich benannten Abweichungen. Cargexo kann die Palettenanordnung mit diesen Maßen prüfen. Das Ergebnis bestätigt weder Preis noch Transportannahme oder Ladungssicherung.
Quellen und Geltungsbereich
- IMO/ILO/UNECE — CTU CodeQuelle geprüft: 2026-09-13
Praxisregelwerk 2014 für das Packen von Güterbeförderungseinheiten. Kontrolle, Verpackung und Sicherung sind von räumlicher Passung zu unterscheiden; keine Freigabe einer konkreten Sendung.
- Hapag-Lloyd — 20′ StandardQuelle geprüft: 2026-09-13
Flottenbeispiel dieser Reederei; Hersteller unterscheiden sich. Katalogmaße von Innenraum und Türen stützen den Vergleich; konkrete zugeteilte Einheit bestätigen lassen.
Redaktionelle Angaben
Autor: WR
Veröffentlicht · Veröffentlicht: 13.9.2026 · Inhalt geändert: 13.9.2026